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Der Trinker [1843] (Nach Rob. Nicoll) Sie schicken sich zum Festmahl an Und schenken jubelnd ein, "Vergnügen" suchen sie, doch ich "Vergessen" nur im Wein. Von Not und Elend will ich frei Und frei von Sorgen sein, Von Armut, Frost und Hunger frei, Und darum schenk ich ein. Durch meine Lumpenkleidung pfeift Der rauhe, kalte Wind, Seit ich mein letztes Brot verzehrt, Zwei Tag vorüber sind; Ein einzig Glas, und sieh! ich bin Mit Purpur angetan, Und seh den leeren Tisch besetzt Wohl gar mit Goldfasan. Mein Weib, zerlumpt, erbettelt sich Ihr Brot von Haus zu Haus Und ruht auf bloßer Erde nachts Bei ihren Kindern aus; Sie trinkt wie ich; warum? es frommt Der Trank ihr ebenso, Die blassen Kinder scheinen ihr Statt hungrig satt und froh. Was auf dem Leib, was in dem Leib, So habt gut reden ihr, Doch anders kläng es, wärt ihr so Halbnackt und arm, wie wir. Daß elend ich, was liegt daran! Drum lebt ja unserein, Brot ist nicht da; komm Weib und trink Und laß uns lustig sein! 2 |  |
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